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17.022 Skills durchgesehen: bei 520 fließen Zugangsdaten ab

Piet, das Skillkontor-Maskottchen

Bild ist KI-generiert (Piet, unser Maskottchen).

16. September 2026

Eine Forschungsgruppe um Ying Zhang von der Wake Forest University hat 17.022 Skills aus einem offenen Marktplatz für Agent-Skills untersucht. Bei 520 davon fanden die Forscher Wege, über die Zugangsdaten abfließen, und fast neun von zehn der abgeflossenen Zugangsdaten waren sofort benutzbar. Die Arbeit ist seit April öffentlich, neu ist die Meldung der Hochschule dazu.

Interessant ist, wo die Lücken sitzen. Laut der Kurzfassung stecken 73,5 Prozent in Fehlerprotokollen, also an Stellen, an denen ein Skill beim Mitschreiben versehentlich Schlüssel ausgibt. Und 76,3 Prozent der Fälle erkennt man nach Angabe der Autoren nur dann, wenn man Beschreibung und Code zusammen ansieht, nicht beim Blick auf eines von beiden.

Wichtig ist die Einordnung: 520 Skills sind betroffen, nicht bösartig. Der größte Teil ist Schlamperei, keine Absicht. Zhang sagt zu den übrigen Fällen wörtlich: "When the agent skill is flawed or developed with malicious intent, it will steal your data and maybe pass it back to a remote server." Eine Zahl wie "so viel Prozent aller Skills sind Schadsoftware" lässt sich daraus nicht bilden, und wir bilden sie auch nicht.

Der Marktplatz hat nach der Meldung reagiert und bösartige Skills entfernt; laut Kurzfassung wurden 91,6 Prozent der fest eingebauten Schlüssel behoben. Das ist die gute Nachricht. Die weniger gute: gefunden hat das eine Forschungsgruppe von außen, nicht die Stelle, die die Skills anbietet.

Für Skillkontor ist das genau der Grund, warum es uns gibt. Ein Regal, in das jeder etwas hineinstellen darf, ist bequem für Autoren und ein Risiko für alle anderen. Bei uns steht vor dem Listen eine Prüfung, und am Ende gibt eine Person frei, die den Skill nicht geschrieben hat. Was dabei genau geprüft wird, bleibt unser Handwerk; was herauskommt, steht öffentlich als Ampel im Prüfprotokoll.

Zur Transparenz: die vollständige Arbeit haben wir nicht gelesen, alle Zahlen hier stammen aus der Kurzfassung und der Hochschulmeldung. Vorgestellt werden soll die Arbeit laut Bericht im Oktober auf einer Fachkonferenz in München, das haben wir selbst nicht nachgeprüft.