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37 Skills aus dem Konzern: Wer hat da eigentlich hineingeschaut?

Piet, das Skillkontor-Maskottchen

Bild ist KI-generiert (Piet, unser Maskottchen).

29. August 2026

Salesforce und Anthropic haben eine Zusammenarbeit angekündigt, die sie Claudeforce nennen. Darin steckt ein Plugin mit 37 vorgebauten Skills für den Vertrieb. Als Beispiele genannt werden die Vorbereitung von Meetings, ein Deal-Health-Review und ein Pipeline-Review. Das läuft derzeit bei ausgewählten Pilotkunden, eine offene Beta ist für September 2026 angekündigt, weitere Skills sollen später im Jahr folgen.

Für uns ist daran nicht die Zahl interessant, sondern der Ortswechsel. Ein Skill war bisher meistens Bastelkram, eine Textdatei aus einer GitHub-Sammlung, die jemand am Wochenende geschrieben hat. Jetzt wird er Firmen-Infrastruktur. Er sitzt an echten Kundendaten, und er darf daran etwas ändern.

Ein Skill ist im Kern nichts anderes als Text, den jemand vor das Modell legt. Er sagt dem Agenten, was seine Aufgabe ist, was er als Erfolg werten soll und welche Wege erlaubt sind. Wer diesen Text schreibt, verschiebt Entscheidungen, ohne dass der Nutzer davon etwas mitbekommt. Genau darum prüfen wir, was ein Skill dem Modell einredet, und nicht nur, ob er technisch sauber läuft.

Damit wird unsere Frage nicht kleiner, sondern größer. Wer hat geprüft, was diese 37 Skills dem Modell mitgeben, und wer schaut hin, bevor einer davon den Vertriebsstand anfasst? Bei einem gebastelten Skill trifft ein Fehler eine Person. Bei einem Skill, der mit der Firmensoftware ausgeliefert wird, trifft er jeden, der ihn ausgerollt bekommt.

Zur Quellenlage gehört ein ehrlicher Satz: Unsere einzige Quelle ist bisher die Pressemitteilung von Salesforce selbst. Eine Pressemitteilung ist Werbung, keine unabhängige Prüfung. Alles, was darin zu Sicherheit und Governance steht, ist Selbstauskunft, und wir geben das hier nicht als geprüft weiter. Umgekehrt behaupten wir auch nicht, dort sei etwas unsicher. Wir wissen es schlicht nicht, und das ist der Punkt.

Bei Skillkontor durchläuft jeder Skill dieselbe dreistufige Prüfung, bevor er im Verzeichnis auftaucht, und das Ergebnis steht als Ampel öffentlich daneben. Das ist keine Kritik an einem einzelnen Anbieter. Es ist die Antwort auf eine Frage, die sich gerade jeder stellen sollte, der Agent-Skills in seiner Firma einsetzt.